Zu Gast bei Bürgermeister Thomas Hermann

Kommunale Klimapartnerschaft der Landeshauptstadt Hannover mit kolumbianischen Kleinbauern

Die Landeshauptstadt Hannover unterstützt mit einer kommunalen Klimapartnerschaft Kleinbauern in der Gemeinde Belén de los Andaquíes (Kolumbien) im Amazonasgebiet, die ihren Regenwald durch nachhaltigen Kakaoanbau erhalten wollen.

Initiiert wurde das Projekt im Rahmen des internationalen Klimabündnisses vor fünf Jahren von Silvia Hesse, der damaligen Leiterin des Agenda 21 Büro der LHH gemeinsam mit Klaus Hecht, Kolumbienexperte, um sich für den Erhalt des Regenwaldes und für ein nachhaltiges Wirtschaften einzusetzen. Auch als Regionsabgeordnete begleitet und unterstützt Frau Hesse dieses Projekt weiterhin.
Am Montag (23. November) empfing Bürgermeister Thomas Hermann eine Delegation der Gemeinde Belén de los Andaquies im Neuen Rathaus. Die kolumbianischen Gäste besuchten gemeinsam mit VertreterInnen aus Hannover in der letzten Woche die Konferenz „Kommunale Partnerschaften mit Lateinamerika und der Karibik“ in Frankfurt am Main. Das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro lud die PartnerInnen daraufhin nach Hannover ein, um sich über den aktuellen Stand der laufenden Aktivitäten auszutauschen, Einrichtungen vor Ort zu besuchen und über die weitere Zusammenarbeit zu sprechen. Die Klimapartner haben ein umfangreiches Handlungsprogramm mit Zielen und Maßnahmen zu einem nachhaltigen Kakaoanbau verbunden mit Klimaschutz sowie dem Erhalt des Regenwaldes mit seiner Biodiversität erstellt. Darüber hinaus soll durch die Anpflanzung von Kakao im Agroforstsystem (Feldwaldbau) der Anbau von Drogen vermieden werden. Auch Informations- und Bildungsarbeit zu nachhaltigem Konsumverhalten und Stärkung der indigenen Bevölkerung ist Teil des Projektes. Die kleinbäuerlichen Familien erhalten Beratungen und Schulungen zum Bio-Anbau, zum Aufbau von Baumschulen sowie zu Zertifizierung und Genossenschaftswesen. Bis Ende 2016 soll der Kakao ein Bio und Fair-Siegel erhalten. Bereits jetzt tritt der Kakao per Schiff seine lange Reise nach Deutschland an. In einer kleinen Schokoladenmanufaktur im Odenwald wird er geröstet, gemahlen und zu Schokolade verarbeitet, die dann als „Botschafter für den Regenwald“ Hannover erreicht.
https://presse.hannover-stadt.de/pmDetail.cfm?pmid=2181
(Foto, von links nach rechts): Klaus Hecht, Kolumbienexperte, Edgar Artunduaga, Präsident Kakao-Genossenschaft ASPROBELEN, Silvia Hesse, Vorsitzende aware&fair e.V., Edilmer Leonardo Ducuara Cubillos, Bürgermeister Belén de los Andaquíes, Thomas Hermann, Bürgermeister, Marion Köther, Agenda 21-und Nachhaltigkeitsbüro, José Ivan Arcila Rios, Leiter Umwelt-und Landwirtschaft, Stadtverwaltung Belén de los Andaquíes, Fabian Andres Pelaez Esterling, Corporación Solano, Techniker für erneuerbare Energien (nicht im Bild) Carlos Arturo Paez Olaya, Leiter des Nationalparks Serrania de Chiribiquete und Lea FÖJ Agenda21-und Nachhaltigkeitsbüro Hannover.