Indigene Völker

Gemeinsames Engagement für den Klimaschutz

Die Gemeinde Solano hat eine Größe der Niederlande (rund 41.000 Quadratkilometer) und  liegt im kolumbianischen Wassereinzugsgebiet des Amazonas, in der Provinz Caquetá. Auf der Gemeindefläche leben 12.500 Menschen, vorwiegend indigenen Ursprungs, wie zum Beispiel die Uitoto und die Coreguaje. Die indigenen Gemeinschaften leben in Schutzgebieten, den sogenannten Resguardos, von denen es allein auf dem Gebiet der Gemeinde Solano mehr als 20 gibt. Insgesamt leben 6000 Uitotos in Kolumbien in den Departementen Caquetá, Putumayo und Amazonas , davon nur etwa 1000 in Solano. Das indigene Volk Coreguaje hat insgesamt 2.300 Einwohner, von denen etwa 800 Caqueta leben.

Der größte Anteil der Bevölkerung von Solano lebt aber „innerstädtisch“, im sogenannten Casco Urbano, dem Hauptort am Rio Caquetá.

Timoleon Valencia Bautista, Präsident der ASIMC, der neugegründeten indigenen Organisation

Auf Einladung der Klimapartnerstädte Rhein-Kreis-Neuss und Hannover war 2014 der Häuptling Oliver Gasca Valencia nach Deutschland gekommen. Er ist Häuptling und Schamane der Coreguaje. Er berichtete vom „Plan de Vida“ (Plan des Lebens), einem Instrument, „das die Selbstbestimmung eines Volkes über seine zukünftige Entwicklung ins Zentrum stellt“(1). Seit vielen Jahren träfen sich die indigenen Gemeinschaften in einem Dialog über das, was für sie Entwicklung bedeutet, die Art, sie zu erreichen und sichtbar zu machen. Der Plan de Vida steht für das Denken eines Volkes, für seine Spiritualität, seine Traditionelle Medizin, die überlieferte Agrikultur, die Stammeserziehung und vieles mehr. Dieses Denken zu kennen ist eine Form des Respekts vor dem anderen und vor den verschiedenen Formen des Sehens und des Seins in der Welt.

(1) Zitat aus „vom Rhein an den Amazonas – Klimaschutz verbindet Kontinente“ – November 2014 – Eildienst LKT NRW

Handzeichnung von Oliver zum „Plan de vida“ der Indigenen