Belén de los Andaquíes

Klimafreundlicher Kakaoanbau zum Schutz des Regenwaldes

 

Belén de los Andaquíes gehört zur Amazonasregion und liegt im Westen des Departments Caquetá am Übergang der Ost-Anden zum Amazonasbecken. Die starken Höhenunterschiede (zwischen 200 und 3.000 m) bringen große klimatische Unterschiede mit sich. Die Region ist geprägt von einer sehr hohen Artenvielfalt, gleichzeitig aber auch durch die höchste Entwaldungsrate Kolumbiens aufgrund extensiver Viehzucht, illegaler Rodungen, illegalem Bergbau und dem Anbau illegaler Pflanzen.Knapp die Hälfte der Einwohner von Belén de los Andaquíes lebt in ländlichen Gebieten und betreibt dort überwiegend Landwirtschaft oder Viehhaltung. In der Gemeinde herrschen Umweltprobleme durch

Brandrodung, Entwaldung, fehlende Mülltrennung, verschmutze Trinkwasserbrunnen, CO2– Emissionen durch Mikroindustrie, den Einsatz von Glyphosat,Viehhaltung in Wohngebieten, fehlende Sanitäreinrichtungen sowie den Folgen des Koka-Anbaus vor.

 

Kommunale Klimapartnerschaft zum Schutz des Regenwaldes

Im Jahr 2012 ging Belén de los Andaquíes eine kommunale Klimapartnerschaft mit der Stadt Hannover ein, nachdem die damalige Agenda 21-Beauftragte Silvia Hesse und der Klimaschutz- und Kolumbienexperte Klaus Hecht den Bürgermeister der kolumbianischen Gemeinde, Jaime Uriel Mejia Zuluaga, für das Projekt begeistern und gewinnen konnten. Durch den Anbau einheimischer Kakaopflanzen in Agroforstsystemen soll die Abholzung des Regenwaldes verhindert und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Indigenen durch die Schaffung neuer Einkommensquellen verbessert werden.