Stadt Hannover

Kommunale Klimapartnerschaft zwischen der Stadt Hannover und Belén de los Andaquíes

Hannover ist Gründungsmitglied des Klimabündnisses europäischer Städte mit den indigenen Völkern der Regenwälder zum Schutz der Erdatmosphäre und ging 2012 eine kommunale Klimapartnerschaft mit der kolumbianischen Gemeinde Belén de los Andaquíes ein. Damit hat sich die Stadt verpflichtet – neben dem lokalen Engagement für den Klimaschutz – auch die indigenen Völker dabei zu unterstützen, die Regenwälder durch nachhaltigen Anbau und Bewirtschaftung zu erhalten. Darüber hinaus hat sich Hannover mit einem Ratsbeschluss der Agenda 21 verpflichtet und 2009 die Erklärung des Deutschen Städtetages zu den Millenniumsentwicklungszielen unterzeichnet.


Gemeinsam für den Klimaschutz

Kleinbauernfamilien tragen durch eine nachhaltige Kakao-Bewirtschaftung in Agroforstsystemen zum Erhalt des Regenwaldes und der biologischen Artenvielfalt und somit zum Klimaschutz bei. Nach Gesprächen mit Kleinbauern, Indigenen, dem Bürgermeister, einer Medienschule sowie weiteren Einrichtungen beschlossen die Beteiligten, im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft dem Klimawandel und seinen Auswirkungen gemeinsam zu begegnen.

Eine weitere sehr konstruktive Zusammenarbeit ergab sich, als auch die Gemeinde Solano, ebenfalls aus der Provinz Caquetá, mit dem Rhein-Kreis Neuss eine kommunale Klimapartnerschaft eingegangen ist. In enger Kooperation werden nun Maßnahmen zum Thema nachhaltige Modelle ökologischen Landbaus und Informations- und Bildungsarbeit in den vier Kommunen durchgeführt.

Klimafreundlicher Kakao aus Kolumbien

Auf der internationalen Klima-Bündnis-Konferenz 2010 in Hannover hat Silvia Hesse den Klimaschutz- und Kolumbienexperten Klaus Hecht getroffen und ihn als Bündnispartner für diese Idee gewinnen können. 2011 reisten sie beide auf eigene Initiative  in das Amazonasgebiet Kolumbiens, wo sie den Bürgermeister der Gemeinde Belén de los Andaquíes, Jaime Uriel Mejia Zuluaga, als Partner gewinnen konnten. Er begrüßte die Klimapartnerschaft und sagte seine Mitarbeit zu. Seine Stadt war bereits als erste „Grüne Gemeinde“ ausgezeichnet.

Zurück in Deutschland haben sie auch andere Kommunen, Schulen, Unternehmen für das Projekt begeistern können. Die Förderung durch das Programm „50 kommunale Klimapartnerschaften bis 2015“ und die Unterzeichnung der kommunalen Klimapartnerschaft 2012 durch die Stadt Hannover und Belén de los Andaquíes ermöglichten weitere bedeutende Schritte zur Realisierung des Vorhabens.