„Calli“, das Projektmaskottchen

Stellvertretend für die hohe, aber bedrohte Artenvielfalt in der Provinz Caquetá entschieden sich die Mitarbeiter des Klimaschutzprojektes für ein erst vor wenigen Jahren entdecktes, aber bereits vom Aussterben bedrohtes Projektmaskottchen:

Der Caquetá-Springaffe (Callicebus caquetensis) kommt nur in der Region zwischen dem Rio Orteguaza und dem Rio Caquetá vor. Die Corporación Solano verwendet ihn in stilisierter Form in ihrem Logo.

cs_Logo_rgbLogo der Corporación Solano


Das Foto wurde Wikipedia entnommen.

Biologen der Nationalen Universität von Kolumbien entdeckten die neue Springaffenart auf einer Expedition ins kolumbianische Dschungelgebiet im Jahr 2008. Insgesamt konnten 13 Gruppen beobachtet werden. Es ist davon auszugehen, dass die gesamte Population aus nicht einmal 250 Individuen besteht.

Die Tiere sind etwa katzengroß, leben monogam und haben in der Regel ein Junges im Jahr. Bei den Springaffen übernimmt der Vater die Hauptsorge für das Junge, nur zum Säugen bringt er es der Mutter.

Springaffen markieren ihr Territorium mit lauten morgendlichen Duettgesängen von etwa zehn Minuten. Sie leben in Familien, die aus einem Männchen, einem Weibchen und dem gemeinsamen Nachwuchs bestehen.

Der lange Schwanz wird nicht zum Greifen verwendet. Oft sieht man Paare, die mit ineinander verschlungenen Schwänzen sitzen oder schlafen.

Es bleibt zu hoffen, dass der Caquetá-Springaffe nicht ausstirbt. Das wird sich nur durch einen besseren Schutz seines Lebensraumes, des Amazonas-Waldes, erreichen lassen.