Vollmilchschokolade aus Solano

Neben den Mustertafeln mit dunkler Schokolade gibt es jetzt auch Vollmilchschokolade mit dem Projektlogo auf der Banderole.
Foto: Lothar Menzel 

 

Beitrag zum Newsletter der Klimapartnerschaft zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und der Gemeinde Solano

Zur Wertschöpfungskette Kakao: Ende 2015 konnte die Veredlungsphase, das Pfropfen edler Stecklinge auf junge Kakaopflanzen, abgeschlossen werden. Dank des großen Einsatzes des Koordinators von Corporación Solano, Jorge Luis Hernandez und seines Teams, konnten edle endemische Sorten gefunden und verwendet werden. Der Zertifizierungsprozess zur Erlangung der Bio- und Fair-Trade-Siegel läuft nach Plan. Die neu gegründeten Kakao-Genossenschaften in Solano und Belén haben ihre Vorstände gewählt und sind handlungsfähig. Eine präzise Dokumentation des Zertifizierungsprozesses wird damit stattfinden.

Im Herbst vergangenen Jahres erreichte eine 3,5 Tonnen – Charge Kakaobohnen aus Solano und Belén den Rotterdamer Hafen und von dort „unsere“ Schokoladenmanufaktur Eberhardt im Odenwald. Der Geschäftsführer und Schokoladenexperte Helmut Gräber zeigte sich mit der Qualität und der Milde der Bohnen sehr zufrieden. Für den Rhein-Kreis Neuss wurde eine weitere Charge Mustertafeln „Klimaschokolade“ produziert, mit der das künftige zertifizierte Produkt beworben wird. Für die jüngere Zielgruppe gibt es neben der bewährten dunklen nun auch eine Vollmilchschokolade.

Eine fruchtbare Zusammenarbeit innerhalb des bundesweit ersten Fair-Trade-Kreises, dem Rhein-Kreis Neuss, gibt es auch mit der Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit der Region Niederrhein, Gisela Welbers, mit dem Arbeitskreis der Eine-Welt-Initiativen sowie mit den Fair-Trade-Schulen im Kreisgebiet.

Neben dem Ausbau der Internetseite des Projekts www.corpsolano.com, die sich nun auch detailliert mit den Problemen der Indigenen auseinandersetzt, wird derzeit verstärkt an der Fertigstellung der filmischen Dokumentation des Gesamtprojektes gearbeitet. Nach Filmschnitt und Vertonung soll sie die übrige Öffentlichkeitsarbeit medienwirksam ergänzen.

Nach einer genehmigten Aufstockung der finanziellen Ressourcen wird sich auch im Bereich der erneuerbaren Energien und der Verbesserung der Lebensqualität der Einheimischen einiges tun. Dem hohen Erwartungsdruck der Bewohner der Exklave Araracuara wird in den nächsten Monaten mit der Installation eines Laufwasserkraftwerkes Genüge getan. Darüber hinaus ist mittlerweile die Ausstattung mit Pico-Solaranlagen aller am Projekt beteiligten Kleinbauernfamilien abgeschlossen.